Keine Wahl am 2. Oktober

Der neue Oberbürgemeister hat keine demokratische Legitimation

Wahlplakat der FDP im Bundestagswahlkampf 2002
Die Schuhe von Guido Westerwelle, mit denen er für seine 18%-Kampagne geworben hatte, Beide Bilder wikipedia „Projekt 18“

Der neue Oberbürgermeister, Kandidat der FDP und CDU ist nicht, wie andernorts behauptet, mit 56 % der Stimmen gewählt worden, sondern nur mit 18 % der Stimmen. Er bekam 13975 Stimmen von 76917 Wahlberechtigten. Das sind 18%. Die überwältigende Mehrheit der Flensburger hatte sich gar nicht erst an dieser Wahl beteiligt. Alle Kandidaten waren Kandidaten der Reichen, für arbeitende Menschen unwählbar, so hatten wir es im vorigen Beitrag dargestellt. Es war absehbar, daß die Mehrheit sich nicht an einer solchen Wahlfarce beteiligt.

In der Stadt Plön gab es immerhin die Möglichkeit, für einen Bürgermeisterkandidaten Ja- Stimmen oder Nein-Stimmen abzugegeben. Da es in Plön mehr Nein-Stimmen gab, wurde kein Bürgermeister gewählt. Das ist eine demokratische Entscheidung. Nicht so in Flensburg. Hier wurde nicht nach Nein-Stimmen gefragt.

Will etwa ein Oberbürgermeisterkandidat , den 82% der Wahlberechtigten NICHT gewählt haben, eine Wahl annehmen? Der Posten sollte unbesetzt bleiben, bis sich ein Kandidat findet, der eine wirkliche Mehrheit hinter sich vereinigen kann.